München, den 08.02.2012
Data Consult München

Bedenkliche Zeitreise im Web

Was unter der Adresse www.archive.org angeboten wird ist gleichermaßen faszinierend wie beängstigend. Der den von den Machern selbst als “Wayback Machine” benannten Dienst, eine Art Internetarchiv, archviert das Web seit 1999.
Archiviert werden alle Websites deren Macher das Crawlen ihrer Sites durch Spiders von archive.org nicht explizit verboten haben. Und das sind seit Start des Projekts immerhin schon 150 Milliarden Seiten laut archive.org.
Das ist einerseits ganz amüsant. Kann man mit diesem Dienst doch in der digitalen Vergangenheit schwelgen und sich schmunzelnd (oder auch entsetzt) betrachten, wie sich die firmeneigene Homepage Anfang des neuen Jahrtausends den Besuchern präsentierte.
Wie häufig ein Schnappschuss einer Site durch archive.org angelegt wird scheint von der Beliebtheit der Sites abzuhängen. Gut besuchte Sites bekommen so unter Umständen sogar mehrmals täglich Besuch von den Spidern des Archivierungsdienstes.
Was auf den ersten Blick allerdings nur nett und amüsant scheint, wird in Zeiten, in denen das Web kritisch bezüglich der dort hinterlassenen Datenspuren von Unternehmen und Individuen hinterfragt wird, nicht auf jedermanns Wohlwollen treffen.
Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis erste Rechtstreits zu erwarten sind, weil Inhalte von Webseiten noch einsehbar sind, die aus was für Gründen auch immer auf den Originalsites längst gelöscht wurden.
Wer hier mit der eigenen Site auf der sicheren Seite bleiben will sollte handeln und den Spidern von archive.org den Zutritt verbieten.

 

Bandbreitenbündelung bei langsamen Internetzugängen

Man mag es kaum glauben, aber nach wie vor ist die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternetzugängen in Deutschland noch nicht vollzogen. Daran ändern auch die kürzlich von der Bundesregierung versteigerten LTE-Lizenzen (Long Term Evolution) und der Verpflichtung der Lizenznehmer für eine 90%ige Bandbreitenversorgung in bislang unterversorgten Gebiten zu garantieren auch nichts.  Selbst viele Gemeinden im “Speckgürtel” rund um München verfügen über keine oder nur eine sehr mangelhafte (DSL 1000) Anbindung an das Internet.

Trotzdem muß schnelles Internet kein Wunsch bleiben. Durch die Bündelung mehrerer langsamer Leitungen mittels einem Multichannel-Router läßt sich das Problem umgehen. 

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WLAN absichern

Als ITler kommt man ja viel herum. Dabei ist es immer wieder erstaunlich wieviele ungesicherte WLAN’s in und um München zu finden sind. Und wer glaubt,  daß häufig nur die AccessPoints von unbedarften Privatanwendern nicht abgesichert sind, der täuscht.  Selbst Unternehmen die vertrauliche und datenschutzrechtliche Personendaten verarbeiten laden zum drahtlosen Einbruch ein.

Was tun?

Den AccessPoint/Router  absichern und zwar folgendermaßen

  • Senden der SSID/ESSID unterdrücken
  • Die häufig herstellerseitige Standardanmeldung des Router-Admins mit einem nicht trivialem, hinreichend langem Passwort versehen
  • Den Funkverkehr verschlüssen. Am besten mit dem WPA/WPA2-Protoll. WEP-verschlüsselte Daten sind relativ leicht “knackbar”
  • Den MAC-Filter einschalten (Damit werden die PCs bzw. deren Netzwerkkarten in einer Liste definiert, die sich überhaupt verbinden lassen)

All diese Maßnahmen lassen sich an den meisten marktgängigen Routern / AccessPoints einstellen.

 
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